Menschendreck und Hundescheisse

Wer einen Hund sein eigen nennt, kann immer viel erzählen. Beispielsweise über die Unmengen von Müll, die von Menschen auf der Straße „entsorgt“ werden – das reicht von halb aufgegessenem Fastfood über Joghurtbecher bis hin zu abgenagten Hühnerbeinen.

Die Straße ist kein Mistkübel: Genau, liebe MA48 - danke für den Tipp. (c) MA48

Die Straße ist kein Mistkübel: Genau, liebe MA48 - danke für den Tipp. (c) MA48

Ich habe hier ja schon öfter über meinen Beagle Emil geschrieben. Letzte Woche (Horrorvorstellung) kam es zu einer dramatischen Situation, als mein Hund meinte, einen weggeworfenen Schweinsknochen ins Maul stecken zu müssen – der Rest der Story (inklusive der üblich hohen Kosten für die tierärztliche Behandlung) ist bekannt.

Seit Emil in unserem Haushalt Einzug gehalten hat, finden sich in meinen sämtlichen Taschen, Jackentaschen und einer Schachtel auf der Kommode im Vorzimmer kleine, viereckige schwarze Plastiksäckchen. Selbige benutzen der Liebste und ich, um die (meist wirklich unfassbar stinkenden) Exkremente des Hundes beim täglichen Spaziergang zu beseitigen. So weit so gut.

Nun, ich wohne im schönen Meidling, genauer gesagt, im Fuchsenfeld. Eine lauschige Gegend mit vielen Parks und Bäumen, herrlich zum Spazieren gehen. Leider allerdings auch mit Menschen, die – zumindest ist das mein Eindruck – meinen, die diversen (und es sind wirklich Unmengen) Mülleimer hängen einfach so zur Dekoration in der Gegend herum. Ich möchte wirklich, wirklich, wirklich nicht wissen, wie es in den Wohnungen der Herrschaften aussieht. Da ich allerdings mit einer lebhaften Phantasie ausgestattet bin, schieben sich da Bilder vor mein inneres Auge… – lassen wir das.

Bei einem einzigen, einstündigen Hundespaziergang habe ich diverseste Nahrungsmittel in den verschiedensten Aggregatzuständen (Würg!), leere Dosen, abgeranzte Bierflaschen, weggeworfene Einwickelpapiere und dreckige, nasse Zeitungen, Zigarettenstummel, volle Windeln, benutzte Kondome, abgenagte Hühner- und Schweineknochen, Textilfetzen und noch vieles andere gefunden. Das meiste davon möchte mein Hund zuerst ins Maul stecken und dann hinunterschlucken – er ist ein Beagle, in die ist Fressgen reinprogrammiert, da kann er gar nichts machen. Und ja, das gilt auch für Dinge, die eigentlich nicht zum hündlichen Verzehr gedacht sind.

Dies kann unangenehme Konsequenzen – siehe Horrorvorstellung - haben, die beim Hund – im günstigsten Fall (und damit meine ich nicht die Kosten für den Tierarzt/die Tierärztin) – zu Übelkeit und Erbrechen und bei mir zu üblem Stress führen.

Hundescheiße zu entsorgen macht mir nichts aus – und ja, ich zahle Hundesteuer. Ich werfe auch keine Zigarettenkippen auf die Straße. Und wenn ich etwas esse (was ich üblicherweise auf zivilisierte Art und Weise zu Hause oder im Restaurant tue), nehme ich danach keine Reste mit und schmeiße sie auf die Straße, in der Hoffnung, irgendwer wird sie schon wegräumen.

Dreck auf der Straße ist widerlich. Er kann Hunden massive Probleme verursachen.  Und – nach meinen Erfahrungen – liegt erheblich mehr von Menschen verursachter Dreck auf der Straße als Hundehaufen.

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