Das Paar im Kino hinter mir

Letztens war ich im Kino. In Prometheus von Ridley Scott. Der Film war furchtbar – soviel vorweg. Aber: Er war laut. So laut! Mir haben die Ohren geblutet. Das hatte aber einen entscheidenden Vorteil.

Ich hörte nichts von den anderen KinobesucherInnen. Kein Getratsche, kein Rascheln von Sportgummisackerln, kein Gescharre mit den Füßen. Ich bin nämlich ein eigenartiges Wesen: Wenn ich ins Kino gehe, egal, ob allein oder zu zweit, MÖCHTE ICH DEN FILM SEHEN. Ich möchte nicht: mit meiner Begleitung tratschen, schlafen, essen oder laut darüber nachdenken, wo ich wohl nach dem Kinobesuch noch etwas trinken gehen möchte.

Leider scheine ich damit recht allein auf weiter Flur zu sein. Zumindest ein Pärchen ist immer dann im Kino, wenn ich auch da bin. Und die wollen sich offensichtlich keinen Film ansehen, sondern ohne Punkt und Komma reden. LAUT reden. So als wären sie im Kaffeehaus oder bei sich zu Hause.

Zum letzten Mal war das beim neuen DeNiro Film der Fall. “Red Lights”. War übrigens spannend. Das habe ich zumindest dann mitbekommen, wenn ich mich genug konzentrieren konnte, um das tratschende Pärchen schräg hinter mir auszublenden.

Warum Leute ins Kino gehen, um dann ununterbrochen ihrer Logorrhoe zu frönen, werde ich nie verstehen. Deswegen habe ich beschlossen, nur noch dann ein Lichtspielhaus aufzusuchen, wenn eines garantiert ist: Der Film ist so laut, dass sämtliche anderen Geräusche untergehen. Alle anderen Filme sehe ich mir in Zukunft auf DVD an.

 

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