Österreich – Türkei: 2:0!

Ich steh auf Fußball! Ich mag es, ausgefeilte Aktionen zu sehen, rege mich bei ungerechten Schiedsrichterentscheidungen auf und schreie laut meiner Anerkennung heraus, wenn die von mir favorisierte Mannschaft ein Tor schießt. Und natürlich weiß ich prinzipiell immer alles besser, als der Kommentator! (Notabene: Wieso sind für den ORF eigentlich Kommentatorinnen denkunmöglich?) Gestern war es ein besonderes Vergnügen. Denn die – unter Marcel Koller deutlich erstarkte – Mannschaft von Österreich lieferte 90 Minuten (fast) ungetrübtes Ballvergnügen.

Es dauerte lediglich 75 Sekunden. Dann brach im Wiener Ernst Happel-Stadion das Publikum in Jubel aus: Veli Kavlak netzte sauber ein. Und nur wenige Minuten später tat es ihm sein Kollege Andreas Invaschitz nach und schoß das 2:0. Das war dann auch der Endstand. Aber: Auch wenn es – vor allem in der zweiten Halbzeit Lücken in der Offensivarbeit gab – und auch wenn die Türken bei zwei Chancen einfach extremes Pech hatten – die österreichische Abwehr tat, was von ihr verlangt wird: Sie wehrte ab – hier sind vor allem Abwehrchef Emanuel Pogadetz und sein Co, Sebastian Prödl zu nennen. Die beiden „Riesen“ hielten den türkischen Angriffen gar exzellent stand.

Mit dem 2:0-Sieg können die Österreicher etwas entspannter dem ersten Qualispiel für die WM in Brasilien entgegensehen. Der Gegner heißt allerdings Deutschland. Da hat Marcel Koller noch einiges vor sich.

Post Scriptum: Nicht gerade mit Ruhm bekleckert hat sich gestern – vor dem Freundschaftsspiel – Paul Scharner. Er wurde von Koller nicht aufgestellt, sollte auf die Ersatzbank. Ganz die Diva, die er nicht ist, fühlte er sich beleidigt, verließ er das Teamcamp, beleidigte seinen Trainer als „weichgeklopft wie ein Schnitzel, das man nur noch panieren müsse“ und meinte abschließend, dass die Nationalelf unter Koller „sicher nicht“ zur WM 2014 fahren werde. Jetzt ist er nicht mehr Teil des Teams, seine Karriere praktisch zu Ende. Offene Worte finde ich gut, Beschimpfungen in das Mikrophon eines Journalisten zu sprechen, eher ziemlich doof.

Post to Twitter Tweet This Post Post to Facebook http://www.facebook.com/fischismus



Einen Kommentar schreiben:

Du mußt angemeldet sein um einen Kommentar abgeben zu können.